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Betreuungsgeld ist kein Ersatz für familienfreundliche Rahmenbedingungen
Fritz-Heiner Hepke (Achim) ist SPD-Kreistagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO).
"Die Politik muss für familienfreundlichere Rahmenbedingungen sorgen. Das Betreuungsgeld ist aber nicht das, was Familien wirklich brauchen", kontert SPD-Sozialexperte und AWO-Kreisvorsitzender Fritz-Heiner Hepke die Berichterstattung in den Heimatzeitungen über die beabsichtigte Einführung des Betreungsgeldes ab 2013.
"Gerade berufstätige Mütter und Väter benötigen die Gewissheit, einer verfügbaren, verlässlichen und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung und die lässt nach wie vor viele Wünsche offen.", kritisiert Hepke in einer Pressemitteilung der SPD-Kreistagsfraktion. Es dürfe nicht vergessen werden, dass es beim Betreuungsgeld nicht nur um eine ideologische Frage seitens der Konservativen, sondern um viel Geld gehe. "Geld, das besser in den Ausbau der Kinderbetreuung gesteckt werden sollte.", findet die SPD-Kreistagsfraktion. Hepke konkret: "Da die Einführung des Betreuungsgeldes auch keinerlei Nutzen für die Kinder erkennen lässt, muss die Bundesregierung diesen Unfug umgehend stoppen."
Der SPD-Kreistagsabgeordnete aus Achim weist daraufhin, dass gerade im Land Niedersachsen, wo die Kita-Versorgung im Bundesvergleich am Tabellenende steht, viele Eltern oft verzweifelt einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchen und keinen bekommen, da vielerorts das Geld für den geplanten Ausbau fehlt. "Die Landesregierung hat dieses Thema seit Jahren verschlafen und nach wie vor wird die Kita-Finanzierung von der CDU/FDP-Landesregierung unterfinanziert, auch wenn Jubelartikel der örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten etwas anderes suggerieren sollen.", rügt Hepke.
Auch wenn mittlerweile ein breiter Konsens darüber bestehe, dass der Ausbau von Betreuungsplätzen dringend notwendig sei, fehle es vor allem an Ganztagsplätzen. "Diese sind Grundvoraussetzung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.", so Fritz-Heiner Hepke, "Familien müssen durch entsprechende Taten die Gewissheit erhalten, von der Politik unterstützt zu werden." Das Betreuugsgeld hingegen widerspreche allen modernen Bildungs- und Integrationszielen und werde daher zu Recht vom allergrößten Teil der Bevölkerung abgelehnt.
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