Bundestagswahl 2017

Christina Jantz-Herrmann, aktuelle SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Osterholz/Verden, bewirbt sich um eine erneute Kandidatur zur Bundestagswahl 2017. Sie wurde bereits von beiden Kreisvorständen einstimmig nominiert.


 

Christina Jantz-Herrmann

Ich bewerbe mich um die erneute Nominierung als eure Bundestagskandidatin. Zusammen mit euch möchte ich bei der Bundestagswahl 2017 ein starkes Ergebnis für die SPD einfahren. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, das Direktmandat in Osterholz und Verden zu holen. Es wäre mir eine Ehre, wieder eure Kandidatin zu sein. Sicherlich werden die beiden vor uns liegenden Wahlkämpfe zur Bundestagswahl 2017 und zur Landtagswahl im Januar 2018 eine besondere Herausforderung für uns sein. Ich freue mich auf einen schwungvollen gemeinsamen Wahlkampf mit unseren Landtagskandidatinnen und Landtagskandidaten. Natürlich geht es darum, für die Region in den Kommunen, im Land und im Bund stark und strategisch gut aufgestellt zu sein. Und es geht darum, wie sich das Parteiensystem zukünftig und dauerhaft darstellt. Welche Parteien werden in den Deutschen Bundestag einziehen, wie stark sind sie, wer kann und will mit wem koalieren? Hier zeichnet sich die Entwicklung ab, dass populistischen Vorschlägen gefolgt bzw. für diese gestimmt wird. Auch bei uns haben wir den Einzug von Populisten in die kommunalen Räte erlebt. Aus meiner Sicht ist an dieser Stelle aber keine Ignoranz oder Polemik angebracht, sondern eine abgeklärte Auseinandersetzung.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sehen Probleme und handeln – das zeichnet uns aus. Viele Vorhaben, die wir erfolgreich im Koalitionsvertrag durchsetzen konnten, haben wir bereits auf den Weg gebracht. So bekämpfen wir den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Wir stärken die öffentliche Sicherheit. Auf den Zuzug der vielen, vielen Flüchtlinge haben wir mit dem Integrationsgesetz reagiert, es schafft Angebote und verpflichtet zur Mitwirkung. Wir entlasten die Kommunen. Wir haben die Frauenquote auf den Weg gebracht und wollen so mehr Frauen den Weg in Führungspositionen ermöglichen. Wir räumen als Familien-Partei den Familien mehr Zeit durch das ElterngeldPlus ein. Familie, Pflege und Beruf werden noch besser miteinander zu vereinbaren sein. Mit unserer Krankenhausreform sollen die Pflege und die Qualität verbessert werden. Wie wichtig eine gute und ortsnahe Krankenhausversorgung ist, zeigen uns tagtäglich unsere kommunalen Krankenhäuser in den Landkreisen Osterholz und Verden.

Natürlich haben wir ursozialdemokratische Themen wie die Einführung des Mindestlohnes oder dem Rentenpaket, mit dem die individuelle Lebensleistung besser anerkannt wird, angepackt. Dieses letzte Beispiel macht bereits deutlich, wie groß der weitere Handlungsbedarf ist. So brauchen wir eine umfassende Rentenreform, wenn wir wollen, dass zukünftig Rentnerinnen und Rentner auf eine auskömmliche Rente blicken können.

Ein weiteres Thema, dass mir sehr am Herzen liegt, ist das Bundesteilhabegesetz. Hier befinden wir uns mitten in den Beratungen, die teilweise sehr kontrovers geführt werden. Aus meinen vielen Gesprächen und Einblicke in die tagtägliche Praxis weiß ich, dass wir den Entwurf verbessern müssen, um dem Ziel für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung näher zu kommen. So leisten wir als SPD-Bundestagsfraktion gemeinsam gute Arbeit, doch wenn es die Belange meiner Heimatregion betrifft, scheue ich mich auch nicht, gegen den Strom zu schwimmen. So habe ich – anders als mein CDU-Kollege – dem sogenannten Fracking-Gesetz nicht zugestimmt, da mir die Regelungen nicht weit genug gingen.

Gerade Projekten und Vorhaben mit kommunaler Durchschlagskraft, wie der Umgehungsstraße B74, der Nachnutzung des Kasernengeländes in Schwanewede, der Lärmschutz entlang von Bahnstrecken oder der BAB-Anschlussstelle Achim-West widme ich mich ganz besonders.

Ich übe mein Mandat sachorientiert, mit ganz viel Herzblut und Engagement aus. Meine Region, meine Heimat liegt mir am Herzen. Für sie, für ihre Menschen möchte ich das Bestmögliche erreichen. In den Ausschüssen Ernährung und Landwirtschaft sowie Recht und Verbraucherschutz kann ich mich den Zukunftsfragen für ein gutes Leben in ländlichen Räumen widmen. Neben diesen Ausschüssen arbeite ich auch in den Ausschüssen für Finanzen sowie Kultur und Medien mit. Gerade mit Blick auf die Künstlerdörfer Fischerhude und Worpswede habe ich so spannende Möglichkeiten, um für gute Rahmenbedingungen hinsichtlich des kulturellen Angebots im ländlichen Raum zu sorgen. Als Tierschutzbeauftragte der Fraktion ist mir zudem die Verbindung von Landwirtschaft und Tierschutz ein wichtiges Anliegen.

In meiner Heimat bin ich fest verankert. So habe ich mich sehr darüber gefreut, dass ich im September 2016 erneut in den Rat der Gemeinde Schwanewede gewählt wurde und nun auch Mitglied des Kreistages Osterholz sein darf. Dieser direkte Kontakt hat eine große Bedeutung für mich. Der persönliche und verbindliche Austausch ist für mich das Fundament meiner politischen Arbeit. So absolviere ich regelmäßig Praxistage zu aktuellen Themen oder Gesetzesvorhaben, zum Beispiel in der Landwirtschaft, in der Pflege oder in der Behindertenbetreuung.

Ich könnte mein Mandat nicht so gut, solide und tiefgreifend ausüben, hätte ich nicht eine Familie, die absolut hinter mir steht. An dieser Stelle möchte ich meinem persönlichen Background ein paar Worte widmen. Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet und habe einen kleinen Sohn. Wir wohnen in Schwanewede. Zu meinen Hobbies zählt mein Islandpferd Bjarmi. Ich bin ausgebildete Verwaltungsfachangestellte und habe berufsbegleitend ein Studium zur Verwaltungsfachwirtin abgeschlossen. Bevor ich 2013 in den Deutschen Bundestag eingezogen bin, arbeitete ich als stellvertretende Ortsamtsleiterin im Ortsamt Vegesack. Da mir soziales Engagement und ein solidarisches Miteinander wichtig sind, unterstütze ich die Gewerkschaft Verdi, den SoVD und die AWO durch meine Mitgliedschaft.

Liebe Genossinnen und Genossen, in meiner Bewerbungsrede auf der Wahlkreiskonferenz zur Bundestagswahl am 17. November möchte ich gerne noch weitere Themen ansprechen und freue mich auf den interessanten Austausch mit euch.

Über eure Unterstützung bei der Nominierung und im Wahlkampf würde ich mich sehr freuen.

Herzliche Grüße,

Eure Christina Jantz-Herrmann