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SPD fordert Gitokonto für jedermann
Manuel Kramer ist Vorsitzender der Jusos im Kreis Verden und stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender.
Zur Ankündigung der EU-Kommission, Ende des Jahres 2012 einen Gesetzentwurf für ein so genanntes "Girokonto für Jedermann" vorzulegen, erklärte der Vorsitzende der Jungen SozialdemokratInnen (Jusos) im Landkreis Verden und stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende, Manuel Kramer aus Riede:
"Wieder einmal wird die schwarz-gelbe Bundesregierung durch ihre Untätigkeit von der Europäischen Kommission vorgeführt. Dabei ist Kontolosigkeit in Deutschland längst kein Randproblem mehr. Über 600 000 Menschen verfügen in Deutschland mittlerweile unfreiwillig über kein Girokonto.
Die schwarz-gelbe Regierungskoalition interessiert das offensichtlich wenig. Stattdessen wird weiter blind auf die Selbstverpflichtung der Branche vertraut. Doch dieses Prinzip ist gescheitert."
Seit Jahren passiert nach Erkenntnis der Jungen Sozialdemokraten in der Kreditwirtschaft bei diesem Thema nichts. Versprechen werden nicht eingehalten, Fortschritte blockiert. "Die Europäische Union ergreift nun endlich die Initiative.", freut sich Manuel Kramer.
Der SPD-Kreis-Vize Manuel Kramer dazu weiter: "Die Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben unserer modernen Gesellschaft setzt den Zugang zu den wichtigsten Finanzdienstleistungen voraus. Ohne Girokonten können Menschen nur schwer eine Wohnung finden, Steuern zahlen oder staatliche Leistungen erhalten. Wir brauchen endlich eine gesetzliche Verpflichtung der Kreditinstitute, kontolosen Kunden auf Antrag ein Girokonto für Jedermann einzurichten, sofern das im Einzelfall nicht unzumutbar ist."
Manuel Kramer hofft, dass die EU-Kommission nunmehr schnellstmöglich eine entsprechende Initiative vorlegt, und damit nicht erst bis Ende 2012 wartet. Andernfalls muss Deutschland national vorangehen. Kramer erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die SPD dazu schon vor Monaten als erste Partei im Deutschen Bundestag entsprechende Forderungen eingebracht hat, die von den Gewerkschaften, der Arbeiterwohlfahrt und den Sozialverbänden unterstützt werden.
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