Jürgen Kuck zum SPD-Landtagskandidaten nominiert

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Jürgen Kuck wurde zum SPD-Landtagskandidaten für den Wahlkreis 60: OHZ (mit Ottersberg und Oyten) nominiert.

 

Richtig spannend verlief am Sonnabend im Fischerhuder Gasthaus Bellmann die Aufstellungskonferenz der Sozialdemokraten für den Wahlkreis 60, zu dem aus dem Landkreis Verden die Gemeinden Ottersberg und Oyten gehören. Hinzu kommen aus den Landkreis Osterholz Ritterhude, Osterholz-Scharmbeck, Lilienthal, Worpswede und Grasberg.

Erst nach dem zweiten Wahlgang stand fest, dass der Ritterhuder Jürgen Kuck bei der Landtagswahl 2013 für die Sozialdemokraten ins Rennen geht und den CDU-Landtagsabgeordneten Axel Miesner das Direktmandat abspenstig machen will. Neben Kuck hatten sich Klaus Sass aus Osterholz-Scharmbeck sowie Andrea Vogelsang aus Lilienthal um die Kandidatur beworben. Alle drei hatten zehn Minuten Zeit, um die 53 Delegierten von ihren Qualitäten zu überzeugen. Im ersten Wahlgang hatte Klaus Sass 23 Stimmen bekommen. Für Jürgen Kuck stimmten 18 und Andrea Vogelsang 12 Delegiertenstimmen.

Danach kündigte Vogelsang an, im zweiten Wahlgang nicht mehr anzutreten. Hier wurde Jürgen Kuck dann mit einer äußerst knappen Mehrheit von 28 zu 25 Stimmen zum SPD-Landtagskandidaten gewählt. SPD-Kandidat Kuck gehört der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands seit 1994 an und ist seit 2002 SPD-Fraktionschef im Ritterhuder Rat. Er zählt die Bildungspolitik zu seinen Interessensschwerpunkten. Ziel müsse es sein, das Schulsystem nicht nur in Niedersachsen, sondern deutschlandweit zu verbessern. "Wir können es uns nicht leisten, dass das derzeitige Schulsystem jährlich über 600 000 Jugendliche produziert, die ihren Schulabschluss nicht schaffen. Wir brauchen junge und gut ausgebildete Leute.", rief der 49-jährige Kuck unter Beifall aus.

Beruflich ist Jürgen Kuck bei der Bremer Bildungsbehörde beschäftigt. Außerdem gelte es, so der SPD-Landtagskandidat weiter, die desolate Haushaltssituation der Kommnen spürbar zu verbessern. Kritisch nannte er vor allem den Zuschussbedarf für die Kita-Betreuung, der stetig zunehme. Das Hauptreferat hielt auf der SPD-Wahlkreiskonferenz der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Schostok, zum Thema "Entschieden für Niedersachsen - Stärker werden - menschlich bleiben". Der Redner aus der Landeshauptstadt gab sich sehr selbstbewusst: SPD und Grüne liegen laut einer aktuellen Umfrage bei 49 Prozent in Niedersachsen, CDU und FDP bei 39 Prozent.

Schostok hält einen Regierungswechsel in Niedersachsen angesichts des politischen Stillstandes durch CDU und FDP für dringend erforderlich. Dies betreffe auch die Energiepolitik: "Seitdem sich David McAllister nach langem Zögern gegen die Atomkraft ausgesprochen hat, wurde an keinen Alternativen gearbeitet." Ferner müsse schnellstens ein Konzept zur Begleitung des demokraphischen Wandels aufgelegt werden. Auch der Aufbau von Gesamtschulen müsse erleichtert werden.

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