SPD-Kreistagsfraktion für Glyphosat-Verbot für private und kommunale Anwendung

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Seit langem fordert die SPD-Kreistagsfraktion ein Verbot des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat und hatte sich mit diesem Anliegen auch an die SPD-Bundestagsfraktion gewandt.

 

Umso mehr freut sich SPD-Fraktionschef Heiko Oetjen (Oyten) jetzt über die Nachricht aus der Bundeshauptstadt Berlin, dass die SPD-Bundestagsfraktion sich dieser Forderung nach einem Verbot des Unkrautvernichtungsmittels in Haus- und Kleingärten sowie im kommunalen Bereich anschließt und einen entsprechenden Antrag im Bundestag auf den Weg bringen will. Zudem sollen Alternativen und ein Ausstiegsplan für die Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft entwickelt werden, teilt Heiko Oetjen mit.

"Die Einstufung von Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend durch die WHO hat zu einer großen Besorgnis in der Bevölkerung geführt. So lange unklar ist, ob dieses Unkrautvernichtungsmittel für die menschliche Gesundheit schädlich ist, müssen wir dafür sorgen, dass gerade unsere Kinder so wenig wie möglich damit in Berührung kommen", betont der Oytener SPD-Kreistagsabgeordnete Oetjen.

Von daher sei es nur konsequent, dass sich jetzt auch die SPD-Bundestagsfraktion für ein Verbot von glyhosathaltigen Herbiziden in Haus- und Kleingärten sowie im kommunalen Bereich einsetzt, findet Heiko Oetjen. Schließlich ist gerade bei der privaten Nutzung die Gefahr durch Fehlanwendung und Überdosierung am größten. Darüber hinaus gelte es zu verhindern, dass auf Spielplätzen und in öffentlichen Gärten Glyphosat gespritzt wird.

Ebenso hält der SPD-Kreistagsfraktionschef eine Reduktion des stetig steigenden Glyphosat-Einsatzes in der Landwirtschaft für notwendig. In vielen Fällen ist die Anwendung auch schlichtweg überflüssig, stellt Oetjen klar, wie zum Beispiel bei der Stoppelbearbeitung nach der Ernte und vor der Aussaat der Folgekultur.

Brandaktuell ist das Thema, denn das Umweltinstitut München hat in einer gestern veröffentlichten Untersuchung festgestellt, dass sich das Pestizid Glyphosat auch in deutschem Bier nachweisen lässt. Die 14 Biermarken mit dem höchsten Absatz in Deutschland sind laut der Studie untersucht worden.In allen Fällen stießen die Forscher dabei auf Glyphosat.

Ins Bier könnte Glyphosat dem Umweltinstitut zufolge durch verwendeten Hopfen sowie Getreide gelangt sein. Vor allem im konventionellen Getreideanbau sei  "der Einsatz von Glyphosat in großen Mengen an der Tagesordnung", wie das Umweltinstitut schreibt. Sowohl Hopfen als auch Weizen und Gerste ließen sich aber auch ohne das Pestizid anbauen. Nun müssten die Brauereien prüfen, "wie Glyphosat in das Bier gelangen konnte und in Zukunft sicherstellen, dass ihre Produkte frei von Pestizidrückständen sind".

Heiko Oetjen begrüßt daher die Erkenntnis der SPD-Bundestagsfraktion, die Anwendung in einem ersten Schritt auch in der Landwirtschaft auf ein Mindestmaß zu reduzieren und gemeinsam mit der Landwirtschaft einen Ausstiegsplan zu entwickeln. Dazu müsse die Forschung für sichere Alternativen gestärkt und Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft gefunden werden, so der stellvertretende Oytener Bürgermeister und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion abschließend.

 
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