Beim Glyphosat-Streit jetzt lokal handeln!

 

Was der geschäftsführende Bundesagrarminister Schmidt (CSU) gemacht hat, war eine große Umweltsünde und eine politische Sauerei". Mit diesen deutlichen Worten hat Bernd Michallik, SPD-Kreisvorsitzender und Kommunalpolitiker im Flecken Langwedel, das Vorgehen des CSU-Ministers verurteilt. Damit habe dieser nicht nur gegen die guten Regeln der Politik verstoßen, sondern auch die Bundeskanzlerin und das Kabinett insgesamt "durch eine CSU-gesteuerte Eigenmächtigkit düpiert".

Michallik zum Glyphosat-Streit weiter: "In der Sache geht es doch auch längst nicht mehr nur um die Frage Krebs oder nicht, sondern um die von keiner Seite aus bestrittene Zerstörung von Pflanzen und Insekten und damit letztlich auch der Vogelwelt". Statt eines klaren Ausstiegsplans würde es jetzt durch die deutsche Zustimmung zu einer weiteren Zulassung für mindestens fünf Jahre kommen. Diese Entscheidung sei leider für Europa nicht mehr rückholbar und im nationalen Rahmen noch nicht geklärt und durchgesetzt, kommentierte der SPD-Kreisvorsitzende.

 

Für den Langwedeler SPD-Kommunalpolitiker ist es deshalb jetzt wichtig, dass nicht nur die bisherigen privaten Nutzer, sondern auch vor allen Dingen alle Behörden, Ämter und Institutionen auf kommunaler und auf Landes- und Bundesebene von sich aus auf diese Umweltgifte vollkommen verzichten.

 

Bernd Michallik in seinem Appell: "Zwar kann hier im kleinen Bereich nicht vollkommen korrigiert werden, was für die Landwirtschaft im Großen leider noch weiter ungebremst möglich ist. Aber ein kleiner Beitrag zum Erhalt der natürlichen Vielfalt kann durch den freiwilligen Verzicht auch geleistet werden." Für diese freiwilligen Maßnahmen müssten die privaten und öffentlichen Nutzer auch nicht erst auf entsprechende nationale Vorschriften warten, sondern könnten sofort von sich aus aktiv werden.

 

Nach Michalliks Ansicht schließt dies die Landwirte mit ein. Selbst wenn wir als Verbraucher oder Steuer-zahler dafür mehr Geld einsetzen müssten. Denn kein Landwirt ist gezwungen, Glyphosat anzuwenden. Aktuell würden neben dem amerikanischen Großkonzern Monsanto, der gerade von der Bayer AG übernommen wird, 40 weitere Hersteler plyphosathaltige Pflanzenvernichtungsmittel produzieren, so der SPD-Mann abschließend.

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Spamschutz

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.