Steigende Kosten der Pflege erfordern rasches Handeln

 
 

Heinz Möller, Sprecher der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA) und SPD-Sozialpolitiker, hat zu Herausforderungen in der Altenpflege Stellung bezogen, insbesonder liegt ihm dabei die Kostenverteilung am Herzen.

 

„Im Bereich der Pflege leisten bei uns im Land Niedersachsen alle Beteiligten eine gute, engagierte und verantwortungsvolle Arbeit. Um dies angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels auch in Zukunft zu garantieren, sind faire Löhne und gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen aller in der Pflege beschäftigten Menschen notwendig. Dies ist auch eine Frage der Fairness gegenüber den Beschäftigten", betonte der AfA-Sprecher. 

 

Heinz Möller weiter: "Tarifverträge sind ein wichtiger erster Schritt. Doch braucht es in diesem Punkt im Bund wie auch in den Ländern eine ehrliche, konstruktive Debatte des Pflegesystems und der Frage, wie Kostensteigerungen in der Pflege aufzuteilen sind. Sie dürfen nicht allein zu Lasten der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Sozialhilfeträger gehen", meint der SPD-Sozialpolitiker.

 

Möller ist erfreut darüber, dass gerade vom Bund dazu zuletzt wichtige Signale für positive Veränderungen im Bereich der Pflege, u.a. für flächendeckende Tarifverträge und ein Schonvermögen von 100.000 Euro für Kinder von Pflegebedürftigen kamen. 

 

Wir sollten auch prüfen, ob ein Teil der Pflegekosten aus Steuermitteln finanziert und die Grundlage durch stärkere Einbeziehung von Besserverdienern verbreitert werden kann.  Der Staat sollte auch die Ausbildungsvergütung für Pflegekräfte übernehmen. Dauerhaft muss die Pflegeversicherung von einer Teilkasko- zu einer Vollkasko-Versicherung werden, findet der SPD-Sozialpolitiker. 

Möller abschließend: "Die Menschen müssen die Gewissheit haben, dass sie im Fall der Hilfsbedürftigkeit in Würde und Sicherheit ohne finanzielle Zwänge leben können. Gerade Niedersachsen hat in den vergangenen Jahren im Rahmen seiner Möglichkeiten viel getan für eine Stabilisierung des Pflegesystems. Alle Akteure sind weiter aufgerufen, auch künftig eng mit Kommunen, Verbänden, Kassen und Pflegeeinrichtungen zu kooperieren, um weitere Fortschritte zu erreichen.“

 


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